Ich erblickte am 05.04.1967 in Halle an der Saale das Licht der Welt, also in der ehemaligen DDR. Im zarten Alter von 6 Jahren wurde ich dann eingeschult. Bis dahin verlief alles normal, alles war so wie es sein sollte. Wie vielen vielleicht bekannt ist, wurden in der DDR der Sport ausserordentlich gut gefördert. Jeder bekam die Chance seine Talente zu leben, zu fördern und das Maximum aus ihnen zu machen. Dazu gehörte auch die frühe Sichtung von Kindern.

Nun komme ich zu einem Thema, welches nach der Wende leider oftmals, aus meiner Sicht, völlig falsch an die, bis dahin angeblich völlig unwissende Menschheit, getragen wurde. Teils durch Medien, teils durch Funk und Fernsehen und leider auch von ehemaligen Sportlern, die diese Gelegenheit wohl nutzten um sich hier und da ein paar Vorteile zu verschaffen und diese Kampagne unterstützten. Wer aber ein bisschen Einblick hatte und Logik ins Spiel brachte, merkte das vieles erfunden war. Warum das so ablief, dazu komme ich später noch.

Wie bereits erwähnt, wurden die Kinder schon sehr früh gesichtet um Ihre einzelnen Talente für die eine oder andere Sportart zu entdecken und wenn möglich zu fördern. Das lief nicht wie viele glauben unter Zwang ab, sondern war völlig freiwillig, auch wenn viele dadurch ihr Talent verschenkten. Nach der Wende wurde gerne erzählt das schon Kinder gezwungen wurden etwas zutun was sie eigentlich nicht wollten, nur um Hochleistungssportler heran zu züchten die später einmal die DDR im Ausland vertreten und die Devisen für dieses verdienten. Das ist völliger Quatsch und entspricht nicht der Wahrheit. Man hatte natürlich die Möglichkeiten diesen Weg einzuschlagen wenn man gut genug war, aber das “Gut” sein war nicht genug. Es musste alles passen, auch die Leistungen in der Schule und später in der Lehre sowie im Job. Da konnten die Erfolge noch so gut und gross sein, hat das nicht alles harmoniert, war Schluss mit der Laufbahn. Auch um ein danach nach einem unvorhersehbaren Ende zu sichern, legte man Wert auf alles.

So auch bei mir. Ich wurde anfangs als guter Leichtathlet gefördert. Hatte auch meine Erfolge, nicht international, aber auf DDR - Ebene ganz oben. Das bis zu dem alter an dem sich an Hand von pupertätsbedingten Veränderungen, einiges tut. Man konnte errechnen das es besser wäre, wenn man mich auf sportlicher Ebene umorientiert. Ich fing dann mit dem Ringkampf an, hatte also ab dem Zeitpunkt mehr mit Kraft und Gewichtstraining zutun als zuvor. Ich war mittlerweile 14 Jahr alt. Schon damals begeisterte es mich mehr als das Training auf der Matte. Aber man hatte ja Ziele, also weiter mit dem Ringen und das Training mit den Gewichten danach. Leider musste ich das heimlich tun, da wir fest vorgeschriebene Trainingspläne hatten, die es nicht erlaubten, zusätzlich etwas zu machen. Damals verstand ich es nicht warum das nicht geht. Heute ist mir klar warum.

Seit nunmehr 3 Jahren habe ich mit dem Ringen aufgehört und mich voll und ganz dem Training mit den Gewichten zugewendet. Hinzu kommt, dass man beim Ringen nur ein Maximum an Gewicht haben darf, welches 120 Kilo nicht überschreiten darf.

Bodybuilding betreibe ich natürlich schon etwas länger, genauer seit 1990. Damals noch bei der IFBB. Auf die Gründe, warum ich mich 1995 aus dem Wettkampfsport zurückgezogen habe, möchte ich jetzt nicht eingehen. Viele von Euch können sich sicherlich denken warum. Es sind wohl immer die gleichen Gründe warum der eine oder andere den Verband wechselt oder aufhört. Im Grunde ist es egal für wen oder bei was für einem Verband man startet, was zählt ist der Sport an sich, die Leistungen die man bringt und die Leute die Ihn betreiben und sich am Schluss auf der Bühne messen. Und nicht verbandsinterne Geschichten die immer auf Kosten der Athleten gehen und nichts mit der Sache und dem Sport mehr zutun haben. Auch darüber möchte ich erst einmal nicht mehr schreiben, dass würde den Rahmen sprengen.

Ich machte also eine Pause von 8 Jahren, was nicht heisst das ich aufgehört habe zu trainieren. Ich habe die Zeit genutzt und probiert, studiert und viel neues gelernt, über mich selbst und über verschiedene Methoden bezüglich des Sports. 2003 machte ich dann wieder den 1. Wettkampf mit.  Seitdem regelmäßig und mit realistischen Zielen.

Auf Grund der Erfahrungen aus der sportlichen Laufbahn in der ehemaligen DDR, konnte ich einiges mit in das Bodybuilding nehmen. Bezogen auf Training und vor allem Disziplin und natürlich Zeichen zu deuten bezüglich des eigenen Körpers, also dessen Reaktion auf Trainingsmethodik, Dauer der Pausen und die verschiedenen Arten des Trainings. Natürlich nehmen Erkenntnisse von Jahr zu Jahr zu und alte Methoden werden durch wissenschaftliche Studien verbessert oder gar geändert. Trotzdem ist sicherlich allen bekannt, dass die DDR mit die besten Sportler der Welt hatte. Sicherlich auch ein Ergebnis von Kontinuität und wichtigen Bestandteilen der Sache an sich, die die DDR dem Sport überhaupt widmete. Leider sind auch da viele Vorurteile und völlig falsche Mitteilungen propagiert worden. Angefangen von übermäßigem Mißbrauch von diversen Medikamenten, bis hin zu fraglichen Trainingsmethoden. Wenn das doch alles an dem war, stellt sich mir die Frage, warum wurden wir Sportler nie positiv getestet und wieso wurden die Trainer allzugern abgeworben? Das wir aber die meiste Zeit 7 Tage die Woche trainiert haben, nach strengsten Trainingsplänen, jeder einzelne studiert wurde und wenn nötig, spezielle Trainingspläne für den einen oder anderen entwickelt wurden, daß ist nicht gesagt wurden. Ich denke das jeder weiß warum. Deshalb muß man nicht näher auf diese Frage eingehen.

Geboren

05.04.1967

Geburtsort

Halle-Saale

Beruf

Grundschullehrer

Größe

187 cm

 Gewicht  Wk

122 kg

Gewicht (Off)

130 kg

Wohnort

Braunschweig

Hobbys

 Sport

a_Mario-privat2
s_RegularOver
21
s_RegularOver
s_RegularOver
s_RegularOver
s_RegularOver
s_RegularOver
s_RegularOver

Biographie

webfertig_farbig3
mariokapser.de1